Der Tennisclub Rot-Weiß Boppard e.V. ist ein Verein mit langer Tradition. Aktuell betreiben rund 220 Mitglieder den Tennissport aktiv oder inaktiv. Die gepflegte Clubanlage am Rhein lädt ein zum Tennisspielen, aber ist auch für gesellige Anlässe bestens geeignet.

1899 – 1914

Bereits im 19. Jahrhundert wurde in Boppard Tennis gespielt. Tennisplätze sind nachgewiesen in der „Kaltwasser-Heilanstalt Marienberg“ und im „Mühlbad“. Diese Plätze waren jedoch den dort wohnenden Kurgästen vorbehalten.

In den Jahren 1898/99 errichtete Apotheker Georg Francke in der Oberen Rheinallee (Ecke Kaiser-Friedrich-Straße) in Privatinitiative zunächst einen Platz, dem einige Jahre später ein zweiter Platz folgen sollte. Diese Tennisplätze existieren heute noch und werden regelmäßig genutzt.

Mitte 1899 gründete sich ein „Lawn-Tennis-Club“, der die Plätze bis zum Beginn des 1. Weltkrieges nutzte. Vorstandsmitglieder waren u.a. der Kaufmann Fritz Mallmann und Emilie von Eicken.

Wie aus dem Anzeigenteile der Zeitung ersichtlich, ist hier ein Klub zur Errichtung eines Lawn-Tennis-Platzes am Rhein im Entstehen begriffen. Da die beiden hier vorhandenen Spielplätze nur für die Kurgäste der betreffenden Anstalten bestimmt sind, das anmutige, die Gesundheit fördernde Spiel aber hier auch sonst wohl viele Freunde und Anhänger finden wird, so wäre die Verwirklichung nur mit Freuden zu begrüßen. Auch für unsere Herren Hotelbesitzer ist diese Frage von großer Wichtigkeit, da das längere Verweilen der Kurgäste sehr stark von dem Vorhandensein eines Tennis-Spielplatzes abhängig gemacht wird. Eine Liste zum Einzeichnen liegt im Hotel Bellevue auf.
aus der „Bopparder Zeitung“ vom 15.07.1899

Der Club, der bereits damals den Namen „Rot-Weiß“ führte, hatte im Jahre 1904 rd. 25 Mitglieder, die Turniere mit den benachbarten Clubs aus St. Goar (gegr. 1897), St. Goarshausen (gegr. 1898) und Koblenz (gegr. 1892) veranstalteten.

Aufzeichnungen aus der Vorkriegszeit sind nur noch spärlich vorhanden. Bekannt ist aus alten Pressenotizen, dass vor dem 1. Weltkrieg Turniere mit über 100 Teilnehmern veranstaltet wurden, die über einen Zeitraum von über einer Woche liefen.

 

Zwischen den Weltkriegen

Nach dem 1. Weltkrieg wurden die Plätze bis zum Jahre 1936 von der „Casinogesellschaft“, anschließend von der Stadt Boppard geführt. Im Jahre 1938 wurde ein „Privat-Club“ gegründet, der die Plätze in der Rheinallee betreute und bespielte. Daran beteiligt war auch Willi Maurer, der nach dem Krieg in Boppard die REI-Werke AG gründete und seiner Belegschaft Gelegenheit gab, auf den Plätzen zu spielen.

In den Kriegsjahren wurde kein Tennis gespielt. Gleich nach dem Krieg wurden die alten Plätze am Rhein von den Franzosen als Reitübungsplatz genutzt, später wurden sie in einen Korbballplatz umgewandelt.

1950 – 1980

Im Frühjahr 1950 machten sich rd. 20 entschlossene Tennisspieler daran, die Tennisplätze wieder zu übernehmen und gründeten dazu auch einen Tennis-Club. Zur Gründungssitzung traf man sich im „Weinhaus Reitz“ (heute: „Radio Schladt“).

Zu den Gründungsmitgliedern zählten u.a. das Ehepaar Sodomann, Dr. Heinz Maurer, Willi Maurer, Dr. Franz-Werner Geeb, Lorenz Wolf und Achim von Grapow.

Zunächst wurde nur ein Platz fertig gestellt, Umkleideräume und Toiletten waren noch nicht vorhanden und wurden im nahe gelegenen „Hotel Thonet“ (später: „Kurhof“ bzw. „Residenz Rosenhain“) mitbenutzt. Erst 1969 wurde ein Clubhaus errichtet, Zwischenstation bis hierhin war ein alter Bauwagen aus den 50er Jahren.

In den 60er Jahren lag die Mitgliederzahl bei knapp 100. Damit war die Kapazitätsgrenze fast erreicht und erste Stimmen wurden laut, die eine Vergrößerung oder Verlagerung der Anlage vorschlugen. Hinzu kamen die regelmäßigen Hochwasser-Überschwemmungen, deren Schäden jeweils in Eigenregie beseitigt werden mussten.

Im Jahre des 25jährigen Bestehens (1975) führten gesetzliche und steuerliche Vorgaben dazu, den bisher bestehenden Verein aufzulösen und anschließend als „eingetragenen Verein“ neu zu gründen. Dies geschah in der Mitgliederversammlung vom 01.03.1975, die Eintragung des neuen Vereins „Tennis-Club Rot-Weiß Boppard e.V.“ im Vereinsregister beim Amtsgericht Koblenz erfolgte am 05.06.1975. Dieses Datum ist somit als Gründungstag des heute bestehenden Clubs anzusehen.

Eine Mitgliederliste aus dem Jahre 1975 weist 109 Mitglieder auf, die Mitgliedsbeiträge betrugen DM 120,00 für Erwachsene und DM 72,00 für Jugendliche.

1980 – heute

Ende der 70er Jahre nahmen die Planungen und Wünsche der vergangenen Jahre endlich Gestalt an und der Umzug auf eine neue Anlage konnte angegangen werden. Der Bau der neuen Anlage auf dem Wasserwerksgelände in der Mainzer Straße unter Leitung von Clubmitglied Günter Naujack begann Mitte 1979. Mit der Stadt Boppard wurde ein Erbbaupachtvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren (bis 2009 – im Jahre 2001 verlängert bis 2030) geschlossen, die Fertigstellung der neuen Vier-Platz-Anlage erfolgte im Frühjahr 1980.

Die offiziellen Einweihungsfeierlichkeiten fanden zusammen mit dem 30jährigen Vereinsjubiläum am 21./22. 06. 1980 statt. Die Mitgliederzahl stieg nach Eröffnung der neuen Anlage rasch auf 180, wovon rund die Hälfte Jugendliche waren.

Zusammen mit der neuen Anlage wuchsen auch die sportlichen Erfolge. Zu nennen sind der Aufstieg der Herren in die Rheinlandliga (1982), der Aufstieg der Jungsenioren in die Verbandsliga (1990), der Aufstieg der Jungsenioren in die Oberliga (1991), der Aufstieg der Senioren in die Rheinlandliga (1995), der Aufstieg der Seniorinnen in die Rheinlandliga (1997), der Aufstieg der Herren 55 in die Verbandsliga (2002) und in die Oberliga (2003) sowie der Aufstieg der Damen 50 in die Verbandsliga (2003).

Die 80er Jahre standen im Zeichen des Aus- und Weiterbaues der Clubanlage. So konnten 1981 die Platzwartwohnung und der Sommer-Clubraum fertig gestellt werden, 1989 folgten die Fertigstellung des Parkplatzes und der Grünanlagen.

Mit der Einweihung des 5. Platzes im Jahr des 40jährigen Vereinsjubiläums (1990) waren die Jahre der Expansion beendet. Die Mitgliederzahl stagniert nach dem Abflauen des „Becker-Graf-Booms“ und liegt derzeit bei rd. 230, wovon rd. 30 % Jugendliche sind.

In den Jahren 1999/2000 bestand zeitweise die Gefahr, dass die Anlage in der Mainzer Straße einem Supermarkt weichen sollte – letztlich entschied man sich jedoch (glücklicherweise) für einen Standort in Buchenau.

In der Saison 2015 spielt mit den Damen 40 eine Mannschaft überregional in der Verbandsliga Rheinland-Pfalz-Saar.

Vorsitzende des TC Rot-Weiß Boppard nach dem Krieg waren Dr. Wilhelm Lonsdorf (1950-1969), Margret Sodomann (1969-1975), Manfred Emmel (1975-1987), Dr. Heinrich Klossok (1987-1999), Ruth Schneider (1999-2005), Monika Stenzhorn (2005-2014) und Winfried Schreiber (seit 2014)

Zu Ehrenmitgliedern wurden Margret Sodomann (1975), Lorenz Wolf (1975), Manfred Emmel (1987), Dr. Heinz Maurer (1990), Dr. Heinrich Klossok (2000), Ruth Schneider (2005), Peter Schenk (2006) und Wolfgang Hubele (2006) ernannt.

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